Österreichs Schmalspurbahnen - Plötzlich wieder zeitgemäß

Von Stefan May


Österreichs Schmalspurbahnen und viele in den Nachfolge-Staaten der Habsburgermonarchie von Rumänien bis zur Ukraine fuhren und fahren auf besonders schmaler Spur: 760 Millimeter, das ist fast halb so breit wie die europäische Normalspur. Vielleicht hat man diesem Verkehrsmittel auch deshalb lange Zeit so wenig zugetraut. Zu Unrecht, meint der Eisenbahnexperte Gunter Mackinger.


Die Bevölkerung hat inzwischen ihre Bahn ins Herz geschlossen. Die Fahrgastzahlen haben sich von 200.000 pro Jahr noch zu ÖBB-Zeiten auf 900.000 nahezu verfünffacht. Spitzenreiter aller österreichischen Schmalspurbahnen bei den Fahrgastzahlen ist aber die Zillertalbahn in Tirol, die den Anrainergemeinden gehört. Voriges Jahr beförderte sie an die 2,9 Millionen Fahrgäste, 403.000 mehr als im Jahr davor.


In Niederösterreich steht die Verwirklichung eines Missing Link noch an: Zwischen dem nördlichsten Bahnhof der Waldviertler Schmalspurbahn und dem südlichsten Bahnhof der in Tschechien gelegenen Neuhauser Lokalbahn liegen nur ein paar Kilometer. Beide Strecken haben die Spurweite 760 Millimeter und sollten einst vereinigt werden. Doch dann kam der Erste Weltkrieg dazwischen. Das will nun eine Initiative um den Wiener Ludwig Graf nachhole

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